Schauplatz einer 300-jährigen Kunst- und Kulturgeschichte
Nach einer Bauzeit von etwa neun bis elf Jahren wurde das Schloss Belvedere 1723 schlüsselfertig seinem Bauherren, Prinz Eugen von Savoyen, übergeben. 300 Jahre später machte sich die Sektion Reisen und Kultur der Sportvereinigung Sozialministerium auf, um der Jubiläumsausstellung „Das Belvedere. 300 Jahre Ort der Kunst“ im Unteren Belvedere einen Besuch abzustatten.
In der ursprünglich als Sommerresidenz gedachten Anlage spielte Kunst von jeher eine bedeutende Rolle, doch etablierte sich das Schloss bald auch als beliebte Kulisse für höfische Feste und diente 1896 als Residenz für Franz Ferdinand. In der jüngeren österreichischen Geschichte wurde es vor allem als jener Ort bekannt, an dem 1955 die Unterzeichnung des Staatsvertrags stattfand.
Unser Besuch nahm seinen Anfang in der Marmorgalerie des Unteren Belvederes mit einer historischen Einführung in die Entstehungsgeschichte des Hauses sowie über das Leben und Wirken von Prinz Eugen.
Im anschließenden Ausstellungsbereich wurde den 60 Teilnehmer:innen ein durchaus beeindruckender Auszug aus den in der 300-jährigen Geschichte des Belvedere angesammelten Kunstschätzen geboten.
In der Ausstellung wurde auch ein sehr heikles Thema der österreichischen Geschichte aufgegriffen: der Nationalsozialismus, die damit verbundene Raubkunst und deren spätere Restitution.
Mit einem Blick auf die im Belvedere 21 ausgestellte moderne Kunst führte uns die Ausstellung wieder in die Gegenwart zurück, wo diese schließlich auch ihren Ausklang nahm.
Dank der beeindruckenden Sammlung und der umfangreichen Archivbestände wird das Schloss Belvedere noch weitere Jahrhunderte als ein zentraler Ort der Kunst erhalten bleiben und, wer weiß, vielleicht kann die Sportvereinigung Sozialministerium dann auch 2123 einen Besuch der 400-Jahre-Jubiläumsausstellung organisieren. Aber dies übernimmt dann mein:e Nachfolger:in.
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Bis 7. Jänner 2024 haben Sie noch die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.