Auf Zeitreise mit dem Verband der Eisenbahnfreunde und dem Verkehrsmuseum Remise
Am 28. Juni 2023 erwartete uns ein weiteres Kulturhighlight des Jahres: eine Nostalgiestraßenbahnfahrt mit anschließendem Besuch des Verkehrsmuseums Remise.
Bei herrlichem Wetter mit strahlendem Sonnenschein begann unser Abenteuer um 14:45 Uhr am vereinbarten Treffpunkt beim Haupteingang des Regierungsgebäudes. An die 70 Teilnehmer:innen hatten sich versammelt, um anschließend von einer Straßenbahngarnitur aus den Jahren 1928/1929, einem Dreiwagenzug, bei der Straßenbahnhaltestelle Julius-Raab-Platz abgeholt zu werden. Schon beim Herannahen der Straßenbahn konnte man die Aufregung und Vorfreude der teilnehmenden Personen spüren, und es wurde klar, dass ein ganz besonderes Erlebnis bevorstand.
Nachdem alle Teilnehmer:innen in einen der drei Wagen zugestiegen waren und einen Sitzplatz eingenommen hatten, konnte die Fahrt in Richtung Verkehrsmuseum Remise losgehen. Unsere Reiseroute führte uns über den Schwedenplatz, den Ring entlang bis zum Schwarzenbergplatz, weiter über die Prinz-Eugen-Straße, beim Schloss Belvedere vorbei und schließlich über den Landstraßer Gürtel und die Schlachthausgasse direkt in den Innenhof des Verkehrsmuseums.
Schon bei der Umrundung des Ringes zog unsere historische Straßenbahngarnitur neugierige Blicke der Passant:innen auf sich, machte sie doch nicht zuletzt durch lautes Quietschen der Bremsen auf sich aufmerksam und verkündete allen: Hier kommt die SVSM!
Unsere Reise war mit der Straßenbahnfahrt allerdings noch lange nicht zu Ende. Im Innenhof des Verkehrsmuseums angekommen, wurden wir nach einer kurzen Pause von unseren Guides auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Wiener Verkehrsbetriebe geschickt, die mit dem Einsatz von Pferdekutschen ihren Anfang fand und später durch dampf- beziehungsweise motorbetriebene Fahrzeuge ersetzt wurde.
Begleitet von vielen interessanten Informationen und unterhaltsamen Anekdoten präsentierten uns die Guides einen Höhepunkt nach dem anderen, wie zum Beispiel den sogenannten „Amerikaner“. Bei diesem Modell handelt es sich um einen Straßenbahnwagen aus New York, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien eingesetzt wurde und in dem die Sitze je nach Fahrtrichtung umgelegt werden konnten.
Als besonders beliebt erwies sich der Doppeldeckerbus der Linie 13A, der Kultstatus genießt und bei den Teilnehmer:innen Kindheitserinnerungen weckte. Ebenso bestand die Möglichkeit, eine U-Bahn von innen zu betrachten und sich als Fahrer:in zu versuchen.
Nach unserer Reise in die Vergangenheit mit der Nostalgiestraßenbahnfahrt und der etwa 90-minütigen Führung im Verkehrsmuseum Remise genossen einige Teilnehmer:innen in den umliegenden Lokalen noch eine Erfrischung und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Die Sektion Reisen und Kultur der Sportvereinigung Sozialministerium freut sich darauf, auch weiterhin bei kommenden Veranstaltungen viele Teilnehmer:innen begrüßen zu dürfen.